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Spiegelberg - Ein deutsches Dorf

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Spiegelberg - Ein deutsches Dorf

Dauer

30 min

Land

Deutschland

Genre

Documentary

Beschreibung

Ein kleines Dorf tief im Schwäbischen Wald. Der letzte Dorfladen steht kurz vor der Schließung. Zwischen Nostalgie und Niedergang, Idylle und Tristesse erzählen fünf Menschen von ihrem Blick auf die Gesellschaft und auf einen Ort, der in vielerlei Hinsicht eine Zeit widerspiegelt, die nicht mehr existiert.
Ein Dokumentarfilm, der das Lebensgefühl im Mikrokosmos eines deutschen Dorfes einfängt.

Direktor

Adrian Sagolla

Adrian Sagolla | Regisseur

Adrian Sagolla wurde 1997 in Duisburg geboren. Er arbeitete als Postzusteller, Lichttechniker und Videojournalist, studierte Kommunikationswissenschaft an der Universität Münster und war als Regieassistent tätig. Seit 2022 studiert er Regie an der Filmakademie Baden-Württemberg und an der La Fémis in Paris.
Statement des Regisseurs

Spiegelberg ist mit 2.100 Einwohnern eine kleine Gemeinde im Schwäbischen Wald.
Der Ort steht exemplarisch für viele Herausforderungen ländlicher Regionen: sterbende Infrastruktur, Ärztemangel, Schließung von Läden, Landflucht, Überalterung – und ein wachsender Zuspruch für Rechtspopulismus. Bei mehreren Wahlen wurde die AfD hier stärkste Kraft. Die Klischees sind bekannt: urbane, progressive Eliten auf der einen Seite – konservative, abgehängte Landbevölkerung auf der anderen.
Ich wollte unvoreingenommen in einen Ort eintauchen, der diese Fragen spiegelt. In Spiegelberg faszinierte mich das Gefühl von Stillstand, Idylle und latenter Beklemmung. Besonders der alte Dorfladen von Ferdinand Rathgeber wirkte wie ein Relikt aus einer anderen Zeit.

Ich bin überzeugt, dass man den Sorgen der Menschen dort zuhören muss – auch wenn ihre politischen Konsequenzen oft nicht mit meinen Werten vereinbar sind. Doch um der Entfremdung und Radikalisierung entgegenzuwirken, braucht es Austausch, Verständnis und zugleich eine klare Haltung gegenüber untragbaren Positionen.

Als jemand, der selbst auf dem Land aufgewachsen ist, kenne ich die Ambivalenz des Dorflebens – zwischen Freiheit und Enge. Nach Jahren in der Stadt verspüre ich heute eine neue Neugier gegenüber diesen Räumen. Mich interessieren besonders die Kontraste: zwischen Jung und Alt, Alteingesessenen und Zugezogenen – aber auch zwischen Hoffnung und Frust, Alltag und Absurdität.

Der Film will diese Gegensätze sichtbar machen, ohne zu vereinfachen – durch persönliche Geschichten und genaues Hinsehen, als Bestandsaufnahme des heutigen Lebens in einem deutschen Dorf.

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